Finanzierte Psychotherapie laut Verbrechensopfergesetz (VOG).


Gewalt Psychotherapie Feichtenschlager Sylvia Opfer
Foto: Feichtenschlager Sylvia

Im Verbrechensopfergesetz von 1972  ist festgeschrieben, ...

 

dass Opfer eines Verbrechens Anspruch auf Unterstützung in verschiedenen Bereichen haben. Dabei gibt es Einiges zu beachten.

 

Anspruch auf eine Leistung nach dem VOG haben grundsätzlich alle Personen,  die sich legal in Österreich aufhalten. Auch bei Taten im  Ausland gelten diese Bestimmungen, sofern diese  nicht durch das Gastland gewährleistet sind. Anspruch hat das Opfer selbst,  sowie Unbeteiligte die im Zuge der Tat (Hilfeleistung) eine Körperverletzung oder psychische Gesundheitsschädigung erlitten haben. Auch Hinterbliebene und Kinder von Opfern haben einen Anspruch auf Unterstützung. Psychische Gesundheitsschädigungen sind Diagnosen welche im Diagnosemanual dem ICD festgeschrieben sind. Das ist zb. eine Angst- und Panikstörung, Depression, Traumata, Anpassungsstörung, posttraumatische Belastungsstörungen ..…. Bei Fragen dazu, kannst du dich gerne an mich wenden.  

 

Weiters muss die Straftat einige Kriterien erfüllen:

  • Es muss eine rechtswidrige und vorsätzliche Handlung begangen worden sein, die mit mehr als 6 Monaten Freiheitsstrafe bedroht ist.
  • Klassische Fälle für den Anspruch auf Kostenersatz für psychotherapeutische Betreuung sind schwere Gewaltdelikte wie zb. Raub, schwerer Raub, fortgeführte Gewaltausübung (Beziehungsgewalt) und Sexualdelikte die im Allgemeinen psychische Gesundheitsschädigungen wie beispielsweise posttraumatische Belastungsstörungen hervorrufen.

 

Die Anerkennung erfolgt nach einer Einzelfallüberprüfung durch das Sozialministerium Service ( VOG-Abteilung ). 

Anspruch auf Unterstützung  durch Krisenintervention gibt es bei schweren Gewaltdelikten zb. bei einem massiven Schock oder Vergewaltigung. Diese wird aber lediglich in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Tat finanziert. Darüber hinaus gibt es Unterstützung für direkte Hinterbliebene von Tötungsdelikten. Diese haben Anspruch auf Hilfeleistung  wie finanzierte Psychotherapie. 

 

Neben der Finanzierung der Psychotherapie durch das Sozialministerium Service (vormals Bundessozialamt)  gibt es nach der Änderung im Strafprozessrecht 2008  in Fällen von Gewalt, gefährlicher Drohung, Stalking und Sexualdelikten für Opfer auch die Möglichkeit einer psychosozialen und juristischen Prozessbegleitung. In diesen Fällen muss die besondere Betroffenheit des Opfers durch  eine ExpertIn  festgestellt werden. Nähere Information dazu können dir die MitarbeiterInnen vom „Weißen-Ring“  geben.

 

Wie kommst du als Opfer zu einer finanzierten Psychotherapie, psychosozialen Prozessbegleitung oder einem Rechtsbeistand? Darüber kann dir die behandelnde PsychotherapeutIn, oder die MitarbeiterIn vom „Weißen-Ring“ Auskunft geben. Diese sind kostenlos zu erreichen. In diesem Gespräch können die Voraussetzungen und die weiteren Schritte abgeklärt werden. 

 

Übrigens Unterstützung gibt es auch dann, wenn die Tat schon verjährt ist, wenn die TäterInnen nicht bekannt, nicht auffindbar oder vom Gericht als nicht schuldfähig erkannt wurden.


Opfernotruf:

0800/112112 kostenlos, anonym

http://www.opfer-notruf.at/

  

weiter Links:

ICD-10:

http://www.icd-code.de/

 

weißer Ring:

www.weisser-ring.at

 

Verbrechensopferschutzgesetz https://www.ris.bka.gv.at

 

 

Bundessozialamt:

www.bundessozialamt.gv.at

 


Psychotherapiepraxis

Villenstraße 14

4713 Gallspach

 

Spitalgasse 2

3500 Krems a.d. Donau

 




Tel: 0680/3166894

Mail: sylvia.feichtenschlager@psycho-therapie.me

Facebook: Feichtenschlager Sylvia

Kontaktformular: www.psycho-therapie.me


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